Steine im Gemüsebeet

Vieles an Obst und Gemüse, dass es zu kaufen gibt, mangelt an Nährstoffen und hat teilweise enorme Rückstände an Pestiziden, so dass sich immer mehr Leute wünschen, sich selbstversorgen zu können. Wer einen eigenen Garten hat, ist in der glücklichen Lage, Gemüse naturnah anbauen zu können. Dies beflügelt viele, ihr eigenes Gemüse anzubauen. Wie können die Steine, die bereits in deinem Garten sind, im Gemüsegarten von Nutzen sein und dich beim Gärtnern unterstützen?

In manchen Regionen, wie z. B. dem Voralpenland, sind Steine im Garten so häufig, dass sie einem manchen eher als lästig erscheinen, denn als nützliche Diener beim Gemüseanbau. Man stolpert regelrecht über sie hinweg, weil es zu viele sind und sie ungünstig im Weg liegen. Manche Steine liegen unter der Erde und scheinen Pflanzen beim Ausbreiten ihrer Wurzeln zu behindern, oder tun dies in manchen seltenen wenigen Fällen tatsächlich, nämlich dann, wenn sie wirklich zu groß sind oder zu viele auf einem Haufen. Im Normalfall suchen sich jedoch die Pflanzen als intelligente Wesen ihren Weg um die Steine herum, um weiter hinein in den Boden zu wachsen. Erkundige dich auch, wie tief die Wurzeln der jeweiligen Pflanzen in den Boden hineinwachsen und wie weit sie sich dort ausbreiten.

Der Stein zu deinen Diensten
Wenn (Regen-)Wasser auf Stein trifft, werden an der Oberfläche des Steins Stück für Stück feinste Schichten von Mineralstoffen abgetragen und an die Erde abgegeben, was mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist. In manchen Regionen mag Gesteinsmehl nützlich sein, um den Boden mit Mineralstoffen aufzubauen oder reich an Mineralstoffen zu halten. In Regionen, die reich mit Steinen im Gartenboden versorgt sind, ist dies nicht notwendig, vor allem, wenn es auch noch unterschiedliche Steinsorten sind. Hier erledigen die Steine die Mineralstoffversorgung, wenn man sie lässt. Entferne lediglich die großen unter ihnen, oder wenn es zu viele sind.

Grenzen markieren
Es gibt eine große Vielfalt an Pflanzenstecker, die sich mit Permanent Marker beschriften lassen, und die dann Auskunft über das Gesäte im Gemüsebeet geben. Schön und gut, wenn in geraden Bahnen ausgesät wird und das Ende z. B. durch das Beetende definiert wird. Auf diese Weise sollte dann am besten das gesamte Beet mit einem Mal bearbeitet werden, um nicht durcheinander zu kommen. Das kann sich manchmal als schwierig gestalten, wenn die Gemüsesorten oder Kräutersorten nicht zusammen harmonieren. Wenn du nur einen Teil des Beetes mit einer Gemüsesorte planst und für die nächste Sorte in ein anderes wechselst, so kann z. B. Anfang und Ende mit Steinen abgesteckt werden.

Säst du eine Sorte in Büscheln aus, wie das z. B. bei Schnittlauch der Fall ist, kannst du diesen Bereich rundherum mit Steinen abstecken. Ebenso bei Kräutern und Stauden. Auf diese Weise weißt du jederzeit ganz genau, wohin du etwas gesät hast und wie breitflächig. Denn manchmal kann es passieren, dass du vergisst, bis wohin das Saatgut gesät wurde und die weitere Sorte, die erst später gesät wird, hat dann einen zu geringen Abstand zum vorher Gesäten. Dies kann dazu führen, dass die Pflanzen nicht so gut gedeihen, wie sie eigentlich könnten, weil ihnen der entsprechende Platz fehlt. Legst du Steine um das Gesäte herum, kann auch der Abstand zu daneben gesäten Pflanzen besser gewahrt werden und sie haben den Raum für sich, den sie brauchen um sich bestmöglich entfalten zu können.

Manche wünschen sich von den Steinen sehr viel, manchmal zu viel. Es übersteigt dann schier die Kraft der Steine um das Gewünschte zu erlangen, so z. B. das Legen von Steinen in einer Reihe, die als Grenzsteine dafür sorgen sollen, dass kein Gras mehr im Beet wächst. Um das lästige Gras vom Wachstum zu hemmen, verwende besser Mulchmaterial.

Viel Spaß beim Gärtnern!

 

© Claudia Bauch

Mein persönlicher Garten
Lage: Chiemgau, Bayrisches Alpenvorland
Anbau auf kleinen sowie großen Dämmen
Mischkultur
nur natürliche Düngung
nur Verwendung von samenfestem Saatgut
stark verdichteter lehmhaltiger Boden
“steinreich”

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