Mandalas mit Kieselsteinen

Eine sehr alte, spirituelle Form der Kunst ist das Gestalten von Mandalas. In vielen verschiedenen Kulturen werden Mandalas angefertigt als meditative Kontemplation oder Ritual, um das Innen mit dem Außen zu verbinden, den Mikrokosmos mit dem Makrokosmos, und umgekehrt. Meist sind es geometrische bildhafte Darstellungen sowie Malereien, in seltenen Fällen werden anstatt der Bildsprache Schriftzeichen verwendet.

Mandalas der jüngsten Zeit
Carl Gustav Jung, Begründer der analytischen Psychologie, war der Erste, der Mandalas für psychologische Zwecke entdeckte und anwendete. In seiner Autobiografie „Erinnerungen, Träume, Gedanken“ schreibt er: „Nur allmählich entdeckte ich, was das Mandala wirklich ist: (…) das Selbst, die Ganzheit der Persönlichkeit, die, wenn alles gut geht, harmonisch ist.“

Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass Mandalas während Entwicklungsprozessen persönlichen Wachstums dienlich sind und zu einer komplexeren ganzheitlicheren Persönlichkeit führen.

In der Zwischenzeit sind Mandalas in unserem Kulturkreis jedoch meist bekannt als Bilder zum Ausmalen, die für Entspannung und Förderung der Kreativität sorgen. Dabei rückt das eigentliche Potential eines Mandalas stark in den Hintergrund.

Mandalas für die persönliche Entwicklung mit Steinen
Auch Steine eignen sich hervorragend, um Mandalas zu gestalten. Sie kommunizieren dabei auf der Ebene deines Unterbewusstseins mit dir und bringen bestimmte Themen zur Lösung, Heilung sowie Weiterentwicklung.

Für die Gestaltung von Mandalas mit Steinen eignen sich sehr gut Kieselsteine von einem Fluss denn es lassen sich meistens sehr schöne und sehr vielfältige Sorten von Gesteinen sammeln, die von verschiedenen Orten kommen. Bestimmt gibt es auch irgendwo einen Fluss bei dir in der Nähe mit Kiesbänken. Vor allem Kiesbänke eignen sich hervorragend, um Steine zu suchen.

Gestaltung deines Mandalas
Die Empfehlung ist, dass du ausschließlich kreisrunde Mandalas gestaltest so wie in der Abbildung oben gezeigt und keine eckigen oder gar freie Formen. Um den Kreis darzustellen kannst du entweder eine Schnur verwenden oder ein anderes Material, das für dich stimmig ist.

  1. Platzier die Steine, die du bereits am Fluss gesammelt hast, außerhalb deines Kreises, so dass du einen guten Überblick über sie hast. Es soll genügend Raum zwischen den Kieselsteinen sowie dem Mandala sein, damit keine Unruhe während dem Gestalten eintreten kann.
  2. Es ist sehr wichtig, dass dein Mandala zu einem bestimmten Thema gestaltet wird. Mach dir Gedanken sowie Notizen zu verschiedenen Themen. Sobald du ein Thema gewählt hast, formuliere es mit klaren und deutlichen Worten.
  3. Zentriere dich sodann in deinem Herz-Raum und atme drei Mal bewusst ein und aus, damit dein Geist zur Ruhe kommt.
  4. Nun starte mit dem Mandala. Wähle intuitiv einen Stein, mit dem du die Gestaltung deines Mandalas beginnst. Lege ihn auf die für dich stimmige Stelle – es ist jedoch empfehlenswert, im Zentrum zu beginnen. Lass dich von deiner inneren Stimme und den Steinen führen, sie kommunizieren und arbeiten perfekt miteinander.
  5. Wähle auf diese Weise ein Stein nach dem anderen, bis du das Gefühl hast, oder ein anderes Zeichen bekommst, dass dein Mandala nun vollendet ist.

Eine weitere Empfehlung ist, dass du das geschaffene Mandala so lange liegen lässt, bis es seinen Zweck erfüllt hat. Dies können ein paar Stunden sein, ein paar Tage oder sogar Wochen. Eventuell möchte auch einmal der ein oder andere Steine an einer anderen Stelle liegen oder das gesamte Mandala neu gestaltet werden mit denselben Steinen. Vertraue darauf, dass du immer zur richtigen Zeit auf irgendeine Art und Weise ein Zeichen bekommen wirst.

© Claudia Bauch

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